Albrecht Milnik
Forstmeister Dr. rer. silv. habil.

Forsthistorische Schriften
 
Das Leben Alfred Möllers (1860-1922), 2001

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Reihe Forstliche Biografien,  Nr. 7,
 
160 Seiten, 75 Abb., 1 Tab.
 
Schutzgebühr  8 Euro.
 
Dies ist kein weiteres Buch über den Dauerwald. Es schließt jedoch eine bisher bedauerte Lücke in der forstbiografischen Literatur.
Auf der Grundlage zahlreicher, zum Teil bisher verschollener Dokumente und einschlägiger Schriften wird der Lebensweg Möllers von Anfang bis Ende verfolgt: Kindheit und Schulzeit in Berlin, Dienst im Reitenden Feldjäger-Corps, Studium an der Forstakademie Eberswalde, Promotion in Münster, Studienaufenthalt in Brasilien und Nordamerika, Tätigkeit als Oberförster in Wörsdorf (Taunus) und Eberswalde, Lehrtätigkeit in Eberswalde, Aufbau der mykologischen Abteilung und erfolgreiche Forschung auf diesem Gebiet, Direktion der Forstakademie Eberswalde. Bis dahin bildete sein Leben eine Kette von beruflichen Erfolgen.
 
Tragische Umbrüche haben der I. Weltkrieg und die Jahre danach bis zu seinem Tod zur Folge: Schließung der Forstakademie während des Krieges, Ablösung als Akademiedirektor im Zusammenhang mit der Umbildung der Forstakademie zur Forstlichen Hochschule.
 
Ein Aufleben für Möller in dieser konfliktreichen Zeit bedeutet die Verkündung seiner Dauerwaldidee, des Kredos seines Strebens nach naturgemäßer Waldbewirtschaftung. Er erkennt den Ökosystemcharakter des Waldes, fordert dessen konsequente Berücksichtigung im praktischen Waldbau und löst damit eine nachhaltige und tiefgreifende Auseinandersetzung unter den Forstleuten aus.